Scandi DIY: Das nordische Wohngefühl

Stylishes Interview mit Astrid Algermissen

“Keep it simple – so ist das nordische Motto und so halte ich es auch mit meinen Ideen”, schreibt Astrid Algermissen im Vorwort ihres Buchs “Scandi DIY”.

Wie sich dieses Wohngefühl in die eigenen vier Wände zaubern lässt, erzählt uns heute die begabte Künstlerin.

Alltagsgegenstände wirdst Du bestimmt mit anderen Augen sehen, nachdem Du erfährst, wie ihr verborgenes Potential ans Licht gebracht werden kann.

1. Wie haben Sie mit dem Selbermachen angefangen? Wie hat sich daraus Ihre Vorliebe für das Scandi Style entwickelt?

„Gebastelt“ habe ich eigentlich schon immer und mich hat es immer wieder fasziniert, wenn neue Basteltechniken aufgekommen sind, die ich ausprobieren konnte. Die Vorliebe für Scandi-DIY ist in dem Maße gewachsen, wie meine Vorliebe für den Einrichtungsstil immer mehr geworden ist. Natürlich wollte ich die passenden Accessoires zu dem Style haben und diese auch selber anfertigen!

2. Wie lässt sich das Scandi-Wohngefühl definieren? Wodurch kann man dieses Gefühl vermitteln?

Beim Scandi Wohngefühl geht es um Leichtigkeit, Gradlinigkeit und Minimalismus! “Keep it simple” ist das Motto und es lässt sich mit hellen Farben, grafische Muster und Naturmaterialien umsetzen.

3. Wie lassen sich Alltagsgegenstände in stylishe Deko-Objekte verwandeln?

Ganz einfach…..viele tolle Anregungen gibt es in meinem Buch.

Scandi Do it yourself von Astrid Algermissen

4. Mit welchen Ausgangsmaterialien arbeiten Sie gerne und was eignet sich für welches gefertigte Deko-Objekt? Lassen sich Materialien auch kombinieren?

Ich arbeite gerne mit Holz und Papier, weil sich diese Materialien einfach verarbeiten lassen. In meinem Buch habe ich aus Papier stylische Bilder, Paperbags, Buchstaben und Wabenbälle aus Papier hergestellt. Aber auch mit Holz finden sich tolle Dekorationen, wie z.B der große EAT Schriftzug oder auch eine Bank. Natürlich lassen sich auch die Materialien kombinieren, aber meist bleibt es bei einem Ausgangsmaterial.

5. Ziehen Sie eine bestimmte Farbenpallette oder Form vor?

Definitiv Schwarz/Weiß/Grau….ab und zu mit ein paar Farbakzenten, je nach Jahreszeit. Gerne auch mit Metall. Der Favorit zurzeit ist Kupfer. Formen sind eher Gerade. Ich liebe grafische Muster!

6. Im Sommer 2012 sind Sie mit Ihrem Blog CreativLIVE online gegangen. Zu welchen Themen haben Sie damals geschrieben und wie haben sich die Blogposts im Laufe der Zeit thematisch geändert?

Am Anfang meiner Bloggerzeit war ich ganz dem Shabby Chic verfallen und es hat sich viel um Möbel streichen und verändern in diese Richtung gedreht. Auch Flohmarktfunde habe ich gerne aufgepeppt. Mit dem Scandi Style kam dann (leider 😉 die Vorliebe für Designer und Marken. Um den Geldbeutel zu schonen versuche ich aber so manches Designobjekt selber herzustellen, dass es sich die Waage zwischen kaufen und DIY hält!

7. Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre DIY-Anleitungen in Buchform zu veröffentlichen?

Da sind eigentlich die Leser meines Blogs „schuld“, die immer wieder in den Kommentaren geschrieben haben, dass meine Anleitungen in ein Buch gehören würden. So ist der Gedanke gereift, bis mir die DVA dann die Gelegenheit dafür gegeben hat.

8. Seit der Veröffentlichung ist „Scandi Do It Yourself“ ein Erfolg nicht nur unter Bastelbegeisterten. Viele haben das Selbermachen sofort aufgenommen, nachdem sie Ihr Buch gelesen haben. Treten Ihre Leser mit Ihnen in Kontakt, um Ihnen zu zeigen, was sie nachgebastelt haben?

JA und darüber freue ich mich sehr! Auf einigen Blogs konnte ich schon solche Werke bewundern, aber auch auf Instagram oder per Mail bekomme ich tolle Resonanzen. Wie zum Beispiel von Sonja, die schon einige Dinge aus meinem Buch nachgemacht hat:

Bild: sonja_lein/Instagram

9. In Ihrem Buch stellen Sie auch gewisse Techniken vor, mit denen sich besondere Effekte erzielen lassen. Welche war die erste Technik, die Sie verwendet haben?

Das war sicher der Lavendeldruck. Den habe ich schon vor vielen Jahren probiert, als ich gerne alte Leinensäcke mit Aufdruck gehabt hätte. Diese waren aber zu teuer oder schlecht zu bekommen. Da habe ich nach einer Technik gesucht, mit der ich das selber herstellen konnte. Erst ein Jahr später bin ich dann drauf gekommen, auch Fotos zu übertragen, womit man tolle Effekte erzielen kann.

10. Welche Entwicklungspläne haben Sie für Ihren Blog? Arbeiten Sie zurzeit auch an anderen Büchern?

Zurzeit mache ich eine kleine (Sommer) Pause, um mich neu zu orientieren. Gerne würde ich mehr Interieur Posts schreiben, aber meine Leidenschaft gilt natürlich auch weiterhin dem DIY.

Weitere Bücher sind derzeit (noch) nicht geplant.

11. Wie würden Sie unsere Leser zu DIY- und Upcycling-Projekten ermutigen?

Unbedingt mit dem Ergebnis, welches man erzielen kann!

Es ist oft wirklich erstaunlich, welche Veränderungen Alltagsgegenstände nehmen können und die Erfahrung etwas selbst geschaffen zu haben ist sehr befriedigend. Selbst gemachte Deko ist doch am Schönsten!!!!

Vielen Dank für das lebendige Interview und

für die Einblicke hinter die Kulissen des Scandi-Einrichtungsstils!

Wenn Du also auf der Suche nach Inspiration und Freude am Scandi DIY bist, findest Du Astrid auch auf Facebook und Pinterest.

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